Wileyfox Spark im Test: 120-Euro-Smartphone mit Cyanogen OS

Budget-Smartphone aus Großbritannien

Wileyfox Spark 6

Der junge chinesische Hersteller OnePlus sorgt aktuell unter Smartphone-Nutzern für Furore. Das britische Start-up Wileyfox präsentiert mit dem Spark nun ein 5-Zoll-Smartphone, das nicht nur aufgrund des vorinstallierten Cyanogen OS stark an das OnePlus One erinnert, mit 120 Euro aber noch einmal deutlich günstiger ist. Kann das Wileyfox Spark im Test überzeugen?

Inhaltsverzeichnis

  1. Design und Verarbeitung
  2. Ausstattung, Leistung und Bedienung
  3. Sprachqualität und Akkulaufzeit
  4. Multimedia
  5. Spark x und Spark +
  6. Preis und Verfügbarkeit
  7. Fazit & Alternativen
  8. Datenblatt

Das Wileyfox Spark ist kein Budget-Smartphone von der Stange, der britische Hersteller pflegt seinen eigenen Stil. Dies wird vor allem am Cover des Smartphone deutlich. Statt mit billigen Kunststoff in Klavierlackoptik, wie er in dieser Preisklasse üblich ist, ist die Rückseite leicht angeraut. Die gewählte Oberflächenveredlung erinnert entfernt an das Sandstone-Black-Cover des OnePlus 2 und des OnePlus One. Im Test glänzt das Spark dank dieser mit guter Haptik und einer ordentlichen Rutschfestigkeit.

Design und Verarbeitung

Mit 8,65 Millimetern und einem Gewicht von nur 135 Gramm ist das Spark zudem leichter und dünner als viele Konkurrenten - beispielhaft seien hier das Archos 50 Power sowie das Moto G3 genannt.

Die Verarbeitung weiß also zu gefallen, das Wileyfox Spark hebt sich hier angenehm von der Konkurrenz ab - und das nicht nur durch die Materialwahl. Ebenfalls auffällig: Die Rückseite ziert ein eingestanzter Fuchskopf - das Logo des noch jungen Herstellers. Andere Unternehmen begnügen sich hier mit einem einfachen Schriftzug.

Wileyfox Spark im Test

7 Bilder
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Erhältlich ist das Wileyfox Spark in den Farben Schwarz und Weiß. Bei der weißen Farbversion müsst ihr jedoch auf den Sandstone-Look verzichten.

Ausstattung, Leistung und Bedienung

Als Prozessor fungiert im Spark der MediaTek-Chip MT6735. Er liefert eine Performance etwas unterhalb älterer Geräte wie dem Galaxy S4. Das Zocken auf dem Wileyofx Spark ist daher kein Genuss. Zwar sind aufwendige Titel wie EAs Fifa 16 auf dem Smartphone spielbar - alle zehn Sekunden kommt es jedoch zu Aussetzern und die Darstellung ruckelt spürbar.

Die schwache Performance macht sich nicht nur beim Spielen bemerkbar, sondern auch im Alltag. Habt ihr mehrere Apps geöffnet und wollt zwischen ihnen wechseln, kommt das Wileyfox Spark schnell ins Wanken - wohl aufgrund des knapp bemessenen Arbeitsspeichers von nur einem Gigabyte. Im Test reagierte das Smartphone dann oftmals Sekunden lang nicht auf eine Eingabe. Anspruchsvollere Apps wie Browser und Kamera starten zudem mit einer spürbaren Verzögerung von ein bis zwei Sekunden.

Aus der Reihe tanzt Wileyfox nicht nur beim Design, sondern auch beim Betriebssystem. Während viele andere Hersteller in diesem Preissegment auf pures Android setzen, läuft auf dem Wileyfox Spark Cyanogen OS in der Version 13. Die Android-Variante zeichnet sich durch umfangreiche Personalisierungs- und Individualisierungsoptionen aus. So könnt ihr etwa die Akkustandsanzeige optisch an eure Bedürfnisse anpassen - auch die Position der Uhrzeit in der Statuszeile lässt sich anpassen oder ihr tilgt die Uhr gleich ganz. Bei anderen Smartphones undenkbar.

Cyanogen OS 13 basiert auf Android 6.0 Marshmallow, das Wileyfox auf dem Spark auch in keinster Weise beschneidet. So unterstützt das Smartphone auch das unter anderem von Samsung gemiedene Marshmallow-Feature Adoptable Storage. Mit der Funktion lässt sich die Speicherkarte und der Gerätespeicher zu einem Speicherraum zusammenfassen. Die Speicherkarte wird dann wie der Systemspeicher behandelt und Nutzer können auf ihr auch Apps ablegen. Der Zukauf einer microSD-Karte ist beim Willeyfox Spark praktisch unumgänglich: Von verbauten acht Gigabyte großen Gerätespeicher bleiben euch ab Werk nur knapp vier Gigabyte. Der Rest ist für das Android-System reserviert.

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Was hat das Wileyfox Spark technisch sonst noch zu bieten? Unterstützung für LTE ist mit an Bord. Ein NFC-Chip fehlt ebenso wie ein Gyroskop, das ihr etwa für den AR-Modus von Pokemon Go benötigt. Dafür weist der 5-Zoll-Bildschirm sowohl in Sachen Auflösung (HD) als auch in Sachen Farbdarstellung, Helligkeit und Kontrast zu überzeugen. Er gehört definitiv zu den besten Screens in seiner Preisklasse.

Sprachqualität und Akkulaufzeit

Die Sprachqualität des Wileyfox Spark ist für die Preisklasse überraschend gut. Die Stimmen der Gesprächspartner klingen zwar etwas gedämpft. Dafür stören Hintergrundgeräusche nicht so stark wie bei anderen Modellen. Betrieben wird das Willeyfox Spark wahlweise mit ein oder zwei Micro-SIM-Karten (Dual-SIM).

Strom bezieht das Wileyfox Spark aus einem 2.200-Milliamperestunden-Akku. Dieser bietet genug Energie um den Nutzer durch den Arbeitstag zu bringen, am Abend müsst ihr das Spark aber wieder an die Steckdose hängen. Immerhin lässt sich der Akku vom Nutzer wechseln - heutzutage eine Seltenheit bei Smartphones. Für einen Ersatzakku werden knapp 20 Euro fällig. Ein Netzteil legt Wileyfox dem Spark nicht bei, in der Verpackung befindet sich lediglich ein USB-Kabel. Werft also das Netzteil eures alten Smartphones nicht weg.

Multimedia

Für Foto- und Videoaufnahmen stehen dem Nutzer jeweils eine 8-Megapixel-Kamera auf der Front- und Rückseite zur Verfügung. Bei ausreichend Licht können brauchbare Schnappschüsse entstehen, die zumindest beim Betrachten auf den Smartphone einen guten Eindruck machen. Beim Sichttest am PC zeigen sich jedoch schnell Farbverfälschungen und ein kräftiges Bildrauschen im Hintergrund. Abzüge könnt ihr von euren Schnappschüssen definitiv keine erstellen. Für Facebook reicht es aber.

Ihr könnt euch in der nachfolgenden Mediengalerie einen Eindruck von den Fotofähigkeiten des Wileyfox Spark machen.

Wileyfox Spark: Kamera-Samples

4 Bilder
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Spark x und Spark +

Neben dem Modell Spark bietet Wileyfox auch die Varianten Spark + und Spark x an. Beide Smartphones verfügen über eine bessere Hardware. So bietet das Spark + 16- statt 8-Gigabyte-Gerätespeicher, 2-Gigabyte-Arbeitsspeicher und eine 13-Megapixel-Frontkamera, das Spark x bietet zusätzlich noch ein 5,5 Zoll großes Display und einen 3.000-Milliamperestunden-Akku. Beide Varianten sind jedoch noch nicht im Handel erhältlich.

Preis und Verfügbarkeit

Die unverbindliche Preisempfehlung für das Wileyfox Spark lautet 119,99 Euro. Aktuell wird das Smartphone nur online verkauft - nachfolgend findet ihr die aktuellen Online-Preise ausgewählter Händler für das Wileyfox Spark.

Wileyfox Spark: Fazit

5.5/10

Das hat uns gefallen

  • ausgefallenes Design
  • Cyanogen OS
  • ordentliche Sprachqualität

Das hat uns nicht gefallen

  • schwache Performance
  • mäßige Kamera
  • kein Netzteil
Testnote 5,5 von 10
Jan Kluczniok
Bewertet von Jan Kluczniok
7,0 / 10
Design und Verarbeitung
5,0 / 10
Ausstattung und Bedienung
7,0 / 10
Sprachqualität
6,0 / 10
Akkulaufzeit
5,0 / 10
Multimedia
Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät wurde netzwelt leihweise für mehrere Wochen von Wileyfox zur Verfügung gestellt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

Aktuelle Preise

Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten finden Sie auf der jeweiligen Webseite/Shop.

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5
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Bestenlisten

Wileyfox Spark wurde in folgende Smartphone-Bestenlisten einsortiert.

Wileyfox Spark - Specs: Die technischen Daten im Überblick

Die nachfolgende Tabelle zeigt euch die wichtigsten technischen Daten des Wileyfox Spark im Überblick. Eine detaillierte Auflistung findet ihr im technischen Datenblatt, um das Wileyfox Spark mit anderen Smartphones zu vergleichen besucht unseren Handy-Vergleich.

Prozessor MediaTek MT6735A
Display LCD IPS Color (16M) 720x1280px (5.0") 294ppi
RAM 1 GB
Gerätespeicher 8 GB
Akku 2.200 Milliamperestunden
Hauptkamera 8 Megapixel
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Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

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