Doro 8035 im Kurztest: Einfach zu bedienendes Android-Smartphone

Senioren lernen den Umgang mit dem Handy aktionsbasiert

Doro 8035 Titelbild

Eure Eltern oder Großeltern wollen gerne ein Smartphone haben, um mit euch per WhatsApp in Kontakt zu bleiben, doch euch graut es schon vor den vielen Fragen zur Bedienung der Geräte? Dieses Problem will der schwedische Hersteller Doro mit seinem Senioren-Smartphone Doro 8035 lösen. Das Android-Handy ist mit einer aktionsbasierten Nutzeroberfläche ausgestattet, die älteren Nutzern die Bedienung von Android im Handumdrehen beibringt. Ein Kurztest.

Inhaltsverzeichnis

  1. Design und Verarbeitung
  2. Angepasste Android-Oberfläche
  3. Preis und Verfügbarkeit
  4. netzwelt meint

Immer mehr Senioren nutzen Smartphones. Einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom zufolge besitzen 41 Prozent der Deutschen über 65 Jahre ein entsprechendes Mobiltelefon. Vor einem Jahr waren es noch 39 Prozent, vor zwei Jahren erst 28 Prozent. Der schwedische Hersteller Doro will jetzt noch mehr Ältere für die smarten Mobiltelefone begeistern und stellt auf dem MWC in Barcelona mit dem Doro 8035 ein für Senioren optimiertes Android-Smartphone vor.

Design und Verarbeitung

Auf der Rückseite bietet das Doro 8035 einen SOS-Knopf (rechts)
Auf der Rückseite bietet das Doro 8035 einen SOS-Knopf (rechts) (Quelle: Doro)

Die Optimierungen fangen bereits beim Design an. Doro legt zwar großen Wert darauf, dass seine Geräte auf den ersten Blick nicht als Senioren-Handys erkennbar sind, dennoch nimmt der Hersteller hier und da ein paar Modifikationen vor, die älteren Nutzern die Bedienung des Smartphones erleichtern sollen. So weist das Smartphone links und rechts neben dem Home-Button keine Sensortasten auf, auch wenn es so aussieht. Stattdessen handelt es sich hierbei ebenfalls um echte Tasten. Das bietet den Vorteil, dass sie sich auch "blind" ertasten lassen, zudem liefern sie anders als Sensortasten beim Drücken ein haptisches Feedback. Bei Dunkelheit sind die Bedienelemente des Weiteren beleuchtet, was längst nicht bei allen Smartphones heutzutage der Fall ist.

Auf der Rückseite hat Doro neben der Kamera eine weitere runde Taste platziert. Auf den ersten Blick könnte man diese für einen Fingerabdrucksensor halten, tatsächlich handelt es sich hierbei aber um einen SOS-Knopf. Das mehrmalige Drücken des selbigen alarmiert bis zu fünf zuvor festgelegte Kontakte darüber, dass ihr Hilfe braucht.

Weiterhin ist das Doro 8035 mit Hörgeräten kompatibel. Bei der Verwendung analoger Hörgeräte mit dem Smartphone treten also keine lästigen Störgeräusche auf. Wurde das Hörgerät einmal verlegt, bietet das Smartphone eine "Extra-Laut-Funktion". Diese erhöht bei Telefonaten die Lautstärke um bis zu sieben Dezibel über der regulären Systemlautstärke.

Angepasste Android-Oberfläche

Neben dieser technischen Anpassungen hat Doro auch das Betriebssystem optimiert. Der schwedische Hersteller setzt beim 8035 auf Googles Android-OS in der Version 7.1 Nougat. Dieses hat das Unternehmen aber mit einer eigenen aktionsbasierten Nutzeroberfläche überzogen. So finden sich auf dem Startbildschirm des Smartphones drei große Schaltlflächen "Anrufen", "Anzeigen" und "Senden". Dahinter verbergen sich jeweils häufig genutzte Telefonfunktionen. Ein Assistent führt den Nutzer nach einem Fingertipp auf die jeweilige Aktion schrittweise durch die dafür notwendigen Bedienschritte.

Nach einem Druck auf "Senden" wird der Nutzer zum Beispiel gefragt, ob er eine Nachricht, eine E-Mail oder eine WhatsApp-Nachricht versenden möchte. Im nächsten Schritt wird dann der gewünschte Kontakt ausgewählt und schon öffnet das System automatisch die jeweilige App, wo nur noch die Nachricht eingegeben und auf Senden geklickt werden muss.

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App-Entwickler müssen ihre Applikation nicht an die Doro-Oberfläche anpassen. Doro nutzt stattdessen die Deeplink-Technologie von Android. Mit dieser können Entwickler direkt auf bestimmte Aktionen oder Inhalte in Apps verlinken. Zum Beispiel wäre dies etwa der Chat mit einem bestimmten Kontakt bei WhatsApp. Der schwedische Hersteller hatte zwar in der Vergangenheit einmal in Betracht gezogen, auf die Basisfunktionen beschränkte Versionen beliebter Apps wie Facebook für Senioren anzubieten. Diese Idee wurde jedoch verworfen. Senioren, die mit der Bedienung von Android vertraut sind, können die aktionsbasierte Nutzeroberfläche abschalten und stattdessen das Google-OS in seiner puren Form nutzen.

Gibt es doch einmal ein Problem, dass die älteren Nutzer nicht selbst lösen können, haben Verwandte und Bekannte die Möglichkeit, aus der Ferne auf das Gerät zuzugreifen und nach einer Lösung zu suchen. Dies war bei früheren Modellen nur vom PC über den MyDoro-Manager möglich. Parallel erlaubt Doro nun auch die Fernwartung via TeamViewer vom Smartphone. Dazu hat Doro die App Teamviewer vorinstalliert und vorkonfiguriert, sodass eine Verbindung in Sekundenschnelle steht.

Preis und Verfügbarkeit

Das Doro 8035 soll ab Mitte März im Handel für knapp 200 Euro im Handel erhältlich sein. Auf der Webseite des Unternehmens ist das Smartphone bereits gelistet, Vorbestellungen sind aber noch nicht möglich.

netzwelt meint

Die aktionsbasierte Nutzeroberfläche des Doro 8035 erleichtert Anfängern die Smartphone-Bedienung. Gerade für Senioren, die bislang nur ein Tastentelefon ohne Internetanbindung genutzt haben, ist das Gerät daher einen Blick wert, zumal es aus der Ferne nicht wie ein Seniorensmartphone aussieht.

Doro 8035

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